Wappen Unterallgäu St. Georg Untergermaringen

 

 

 DEBYUAL3900  St. Georg Untergermaringen

 

 POI-Art: Sehenswürdigkeit, Kirche
 Besonderheit: Romanischer Bau mit mittelalterlichen Fresken
 Baustil: Romanik
 Baujahr: um 1180
 Adresse: 87656 Untergermaringen, Georgenberg
 Geo: 47.938634, 10.680365
 Lage:

Karte

 Parken: P unterhalb der Kirche
 Bewertung: 1*  (von 5*****)
 Links: de.wikipedia.org/wiki/Germaringen#St._Georg

 

Die uralte Kirche des Hl. Georgs steht auf dem Georgenberg nördlich von Untergermaringen.
Das Langhaus und der Chor wurden um das Jahr 1180 in unverputzten, glatt behauenen Tuffquadern errichtet.
Der spätgotische Backsteinturm stammt aus dem 15. Jh.
Zur St. Georgskirche pilgerten früher Gläubige am Georgifest (23. April) aus der näheren und fernen Umgebung. Der Fußweg auf den Berg ist gesäumt von alten Linden und fünf barocken gemauerten Wegstationen aus dr Zeit um 1700.
Von 1966 bis 1970 wurde die Kirche umfassend renoviert und weitgehend in den ursprünglichen romanischen Baustil zurückgesetzt. Dabei wurden die barocken Veränderungen des späten 17. Jh. weitgehend beseitigt und die um 1700 östlich angebaute Kreuzkapelle abgebrochen.

 

 

St. Georg ist ein bedeutender romanischer Bau, die Umgebung weithin beherrschend, einsam auf dem höchsten Punkt des Georgenbergs im ummauerten Friedhof gelegen.
Es ist ein einschiffiges Langhaus mit flacher, hölzerner Felderdecke des 17. Jh. (datiert auf 1690).
Im eingezogenen, leicht aus der Langhausachse verschobenen Chorquadrat befindet sich eine neue Balckendecke; die halbrunde Apsis mit Halbkuppel ist ebenfalls eingezogen.
Die äußere Gliederung der Apsis erfolgt durch Blendbogen auf schlanken Halbsäulenvorlagen mit Würfelkapitellen; unter der Traufe des Chorquadrats ein Rundbogenfries.
Die Seitenwände des Langhauses sind ungegliedert; südlich sind drei romanische Rundbogenfenster und das Eingangsportal.
Außen in einer Nische der nördlichen Langhauswand befindet sich eine Tuffsteinfigur, vermutlich eines Ritters, um 1200.
Vor der Südseite zwischen Langhaus und Chor steht der wuchtige Satteldachturm mit Kleeblatt- und Rundbogenfriesen.

 

 

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Das mächtige Kruzfix an der Südseite des Langhauses ist eine Kopie des romanischen Originals von etwa 1170 im Bayerischen Nationalmuseum in München.
In der Apsis wurden beachtliche Wandmalereien wohl des mittleren 13. Jh. freigelegt: Christus als Pantokrator in der Mandorla, umgeben von den Evangelistensymbolen, Engeln und Heiligen, darunter in Rundbogenarkaden kluge und törichte Jungfrauen, in der Sockelzone Apostel.
Die Fresken sind von guter Qualität mit reichlicher Verwendung des kostbaren Lapislazuli-Blaus gemalt und einzigartig in Bayerisch-Schwaben.
An der Chornordwand: "Martyrium des hl. Georg", um 1250;
an der Langhausnordwand: großer hl. Christophorus, um 1420; daneben ein Passionszyklus des 16. Jh.
In den Feldern der Langhausdecke und der Emporenunterseite sind in blauer und roter Tonmalerei von 1690 Engel, alternierend mit Darstellungen des Heilands, von Heiligenmartyrien und der Legende des Kirchenpatrons dargestellt.
An der Emporenbrüstung ein Gemälde mit Szenen aus dem Leben des hl. Georg, um 1700., hl. Helena bez. 1787.
Unter der Empore befinden sich romanische Reliefs mit Basilisken.