Wappen Unterallgäu St. Johannes Baptist Leuterschach

 

 

 DEBYUAL3900  St. Johannes Baptist Leuterschach

 

 POI-Art: Sehenswürdigkeit, Kirche
 Besonderheit: Fresken von Matthias Wolcker
 Baustil: Barock
 Baujahr: 1692/93
 Adresse: 87616 Leuterschach, Kirchhaldeweg 4
 Geo: 47.748337, 10.575205
 Lage:

Karte

 Parken: P Benefiziumstr..
 Bewertung: 1*  (von 5*****)
 Links: de.wikipedia.org/wiki/St._Johannes_Baptist_(Leuterschach)

 

Der Ort "Lutirschach" wurde erstmals 1289 in einer Urkunde genannt. Er kam damals in den Besitz der Herren von Kemnat bei Kaufbeuren. 1493 wurde der gesamte Besitz an das Hochstift Augsburg verkauft.
Die Kirche St. Johannes Baptist wurde 1692/93 unter teilweiser Verwendung von Umfassungsmauern der spätmittelalterlichen Vorgängerkirche neu erbaut. Die Kirchenweihe erfolgte erst am 25. Oktober 1725.
In den Jahren 1727/28 wurde des Turm wohl nach Plänen von Johnn Georg Fischer erneuert, 1733/37 ist das Langhaus erhöht worden.
Ein Außenrestaurierung wurde 1977 durchgeführt.

 

 

St. Johannes Baptist hat ein einschiffiges Langhaus mit ausgerundeten Ostecken und einer Flachdecke über breiten Kehlen. Der eingezogene, dreiseitig geschlossene Chor hat ein Stichkappengewölbe.
Nordöstlich am Langhaus steht der quadratische Turm mit einem Oktogon und Zwiebelhaube sowie die Sakristei.

 

 

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Die aufwändigen Altäre stammen um 1693: im Hochaltar das Gemälde des Kirchenpatrons, von Johann Nepomuk Eberle, aus dem Jahr 1788; im Auszug Franz von Assisi, Johann Heel zugeschrieben; seitlich stehen bewegte Figuren der hll. Ulrich und Nikolaus von Myra.
Die Seitenaltargemälde um 1737 stammen wohl von Johannes Zick: links hl. Antonius von Padua, im Auszug hl. Joseph; rechts Muttergottes, im Auszug hl. Barbara.
Prächtige Kanzel um 1700; am Polygonalen Korb zwischen gedrehten Säulen sind Statuetten des Salvator Mundi und der Evangelisten angebracht, am Aufgang in Muschelblenden die Kirchenväter; der Schalldeckel über Engelshermen mit Volutenkrone und einer Figur des Johannes d.T.
Gegenüber befindet sich eine lebensgroße Kreuzigungsgruppe von Ende des 17. Jh., vermutlich vom Meister der Hochaltarfiguren.
An den Wänden hängen geschnitzte Apostelleuchter um 1700, in Form von vergoldeten Akanthuskartuschen, aus denen ein Arm mit Leuchter hinausgreift.

Den Stuck in reichen Laub- und Bandelwerkformen schuf 1737 Abraham Baader.
Die Deckenfresken im Chor malte 1737 Matthias Wolcker: "Taufe Jesu im Jordan", in Kartuschen Apostel, an den Wänden (stark erneuert) Schutzengel und hl. Michael.
Die Fresken im Langhaus stammen von Johann Martin Zick aus Kempten: "Gastmahl des König Herodes" - im unteren Teil Hinrichtung Johannes d. Täufers.