Wallfahrtskirche St. Magnus Leuterschach
Wallfahrtskirche St. Magnus Leuterschach
| POI-Art: | Sehenswürdigkeit, Kirche |
| Besonderheit: | |
| Baustil: | Spätbarock |
| Baujahr: | 1753 |
| Adresse: | 87616 Leuterschach, St.-Mang-Str. 8 |
| Geo: | 47.750715, 10.572575 |
| Lage: | |
| Parken: | P vor der Kirche |
| Bewertung: | 1* (von 5*****) |
| Links: | de.wikipedia.org/wiki/St._Magnus_(Leuterschach) |
Eine Wallfahrtskapelle St. Magnus in Leuterschach wurde bereits 1485 erstmals erwähnt.
An dieser Stelle soll, einer Legende zufolge, der hl. Magnus auf freiem Feld auf dem Weg von Füssen nach Kempten einmal gerastet haben.
Wegen der blühenden Wallfahrt erfolgte 1681 ein größerer Neubau (vll. durch Kaspar Feichtmayr), dabei wurden die Turmuntergeschosse der Vorgängerkapelle übernommen.
1753 wurde ein prägender Umbau vorgenommen: das Langhaus wurde um vier Schuh erhöht und die Täfeldecke durch eine neue Putzdecke mit Fresken ersetzt.
Den drohenden Abriss nach der Säkularisierung entging das Kirchlein durch Ankauf und Unterhaltung durch die Gemeinde.
Zwei Restaurierungen in den Jahren 1840 und 1908/09 überstand das Gotteshaus ohne größere Veränderungen, lediglich die Deckenfresken wurden ausgebessert.
Im Oktober 2009 musste die Kirche aus Sicherheitsgründen geschlossen werden, da sich vom Turmgesims große Brocken gelöst haben. Die anschließende Sanierung dauerte bis November 2013 und kostete die Stadt Marktoberdorf ca. 1,5 Mill. Euro.
Die Wallfahrtskirche steht auf freiem Feld nordwestlich des Ortes an der Straße nach Schwenden.
Es ist eine flachgedeckter Saalbau mit einem eingezogenem, dreiseitig geschlossenen Chor unter einer Stichkappentonne.
Im nördlichen Winkel steht der quadratische, an der Südostecke abgeschrägte Turm mit Oktogon und Zwiebelhaube; gegenüber steht die Sakristei.
In einer Nische der südlichen Außenwand des Langhauses befindet sich eine Steinfigur des hl. Magnus auf dem Drachen, wohl aus der ersten Hälfte des 18. Jh.

Der Hochaltar mit den Seitenfiguren der hll. Columban und Gallus stammt um 1700; das Altargemälde "hl. Magnus mit dem Drachen" malte 1774 der Pfrontener Franz Sales Stapf; im Auszug Gottvater.
Die Seitenaltäre wurden um 1730 errichtet; zwischen gedrehten Säulchen Altargemälde der hl. Ulrich und hl. Afra, um 1730/40, wohl von Johann Martin Zick oder Johann Heel.
An der nördlichen (linken) Chorwand befindet sich ein Aufbau aus Rocaillekartuschen mit gemalten Wunden Christi um das Herz Jesu aus dem Jahr 1774, vll. von Joseph Stapf.
Die Kanzel stammt aus dem frühen 18. Jh.; der Schalldeckel ist vermutlich 1908 erneuert worden.
Die gemalten Pilaster und Stukkaturen sowie die Deckenfresken malte 1753 der Kaufbeurer Joseph Anton Walch. Sie wurden 1908/09 von Oswald Völkel übergangen und z.T. erneuert, weitgehend original ist nur noch das Chorfresko des hl. Magnus zu Füßen der Muttergottes mit dem Drachen und einer Ansicht der Kirche; im Langhausfresko "die Berufung des hl. Magnus", rechts die Versuchungen der Welt – durch einen Teufel mit Fahne und einen Engel mit Maske dargestellt, oben der hl. Benedikt, Maria, ein Engel und Putten.