St. Vitus Nassenbeuren
St. Vitus Nassenbeuren
| POI-Art: | Sehenswürdigkeit, Kirche |
| Besonderheit: | |
| Baustil: | Barock/Neubarock |
| Baujahr: | 1739 |
| Adresse: | 87719 Nassenbeuren, Kirchstr. |
| Geo: | 48.078078, 10.508420 |
| Lage: | |
| Parken: | An der Schule |
| Bewertung: | 1* (von 5*****) |
| Links: | de.wikipedia.org/wiki/St._Vitus_(Nassenbeuren) |
Die Kirche St. Vitus in Nassenbeuren ist eine ursprünglich romanische oder frühgotische Chorturmanlage des 12.-14. Jh.
1739 erfolgte eine Umgestaltung des alten Langhauses zum jetzigen Chor mit geringfügiger Verkürzung im Westen (vgl. den abgeschnittenen Stuckdekor); gleichzeitig wurde ein neuer Chorbogen eingezogen und das geräumige Langhaus angebaut.
1852 wurde der alte Chorbogen zu einer großen Rundbogenblende vermauert und die Sakristei im Turmerdgeschoß eingerichtet.
Eine Innenrestaurierung ist 1971/72 sowie 2016, eine Außenrenovierung 2009 durchgeführt worden.
St. Vitus steht auf einer Anhöhe im ehemaligen östlichen Teil des Ortes im einen Kirchhof, der durch eine Friedhofsmauer begrenzt wird.
Es ist ein flachgedeckter Saal mit doppelter Westempore (die obere von 1852) und eingezogenem Rechteckchor.
Östlich schließt sich der ehemalige Chorturm an; im Obergeschoß des quadratischen Unterbaus befindet sich ein spätgotisches Sterngewölbe des 15. Jh.; der oktogonale, in der ersten Hälfte des 18. Jh. (vll. um 1720) errichtete Aufsatz ist mit einer Zwiebelhaube bekrönt.

Der Hochaltar von 1852 sowie die Seitenaltäre von 1868 wurden um 1920 neubarock verändert.
In der Mittelnische des breiten Hochaltars befinden sich Hochrelieffiguren der 14 Nothelfer aus der Zeit um 1600, die bereits vom Vorgängeraltar stammen; außen neben den gestaffelten Säulen stehen Figuren der hll. Petrus und Paulus, um 1700 (vll. von Martin Beichel), sie sind zu dem Apostelzyklus in den Wandnischen des Chor und des Langhauses gehörig.
Rechts im Chor steht ein hölzernes Taufbecken wohl um 1600.
Auf dem Schalldeckel der neubarocken Kanzel von etwa 1920 sind geschnitzte Putten und ein Salvator Mundi von Mitte des 18. Jh. angebracht,
gegenüber hängt ein lebensgroßes Holzkruzifix um 1600, mit den Assistenzfiguren Mariä und des Evangelisten Johannes, vom Anfang des 18. Jh. zum ehem. Kreuzaltar gehörig.
Der Stuck im Chor und im Raum über der Sakristei stammt aus der Zeit um 1700, nach Art des Matthias Stiller. Reiche Bandelwerkstukkaturen im Langhaus um 1740 mit flachen Rocaillen, Blumenketten und Putten.
Die Deckengemälde, Öl auf Leinwand, um 1740; im Chor: Herz Jesu und Mariä Verkündigung, in Kartuschen hl. Michael und hl. Raphael (Mariä Himmelfahrt 1893 von Pacher München, nach Guido Reno);
in der Langhausvoute: Kirchenväter sowie die hll. Vitus, Nikolaus und Martin.
Alle anderen Decken- und Wandmalereien stammen von Hans Kohle und Ernst Holzbaur aus dem Jahr 1921.